Die camera obscura (lat. camera „Zimmer, Gewölbe“; obscura „dunkel“)
ist die Urform der fotografischen Kamera.
Sie besteht aus einem innen geschwärzten Kasten,
in den durch ein kleines Loch Licht auf die gegenüberliegende transparente Rückwand (Mattscheibe) trifft.
In dem Loch kann eine Sammellinse angebracht sein. Fehlt diese, so spricht man von Lochkamera.
Auf der transparenten Rückwand entsteht ein auf dem Kopf stehendes und seitenverkehrtes Abbild.
Diese Projektion kann betrachtet oder abgezeichnet werden.
Das Bild ist lichtschwach und nur bei ausreichender Abdunklung gut zu sehen. Dies geschieht häufig durch ein Tuch, das Camera obscura und Betrachter bedeckt. Oder der Betrachter begibt sich – bei entsprechenden Abmessungen – in die geschwärzte Kammer, wobei die anhaltende Adaption des Auges an die Dunkelheit die Seherlebnisse erleichtert.

June 29th, 2019

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